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Der Windeleimer Captiva der Firma Angelcare ist bereits für wenig Geld zu haben: Unter 10 Euro kostet die Grundausstattung mit einem Windeleimer und einer Folienkassette. Und da wären wir auch schon beim Herzstück des Windeleimers: Im Inneren des einfachen Plastikgehäuses sitzt eine Folienkassette, die die Windeln mit Folie umschliesst, wenn diese in die obere Öffnung des Windeleimers hineingedrückt werden.
Das Prinzip ist dabei ganz einfach: Den oberen Deckel des Windeleimers öffnen, die Windel in den Folienschlauch (durch die Öffnung drücken) und den Deckel wieder schliessen. Wie das ganze mit einer eingelegten Folienkassette aussieht, erkennen Sie auf dem nebenstehenden Bild. Ebenfalls erkennen Sie, dass Sie bei diesem Windeleimer die Windel von Hand in den Schlauch nach unten drücken müssen. Der Geruch kann dann immernoch nach oben aus dem Windeleimer entweichen bzw. wird dort dann von dem geschlossenen Plastikdeckel zurückgehalten. Es gibt aber unterhalb der Kassette auch einen Kunststoffhaken, mit dessen Hilfe man die Windel geruchsdicht verpacken kann. Dazu muss man allerdings die Folienkassette herausnehmen und den Müllschlauch in den Schieber einklemmen. Die Windel ist dann zwar geruchsfrei in den Tiefen des Eimers verborgen, allerdings verbraucht man natürlich dadurch weiteren Folienschlauch bei diesem Windeleimer. Länger hält die Windeleimerfolie, wenn man die Windeln einfach nur nach unten drückt und nicht nach oben hin abdichtet - aber dann ist natürlich die Geruchsbelästigung gerade bei stark stinkenden Windeln größer. Auf dem unteren Bild erkennt man den Windeleimer mit etwas herausgenommener Kassette. An der linken Innenseite des Windeleimers erkennen Sie den weißen Plastiksteg, hinter den man den Windel-Schlauch dann klemmen kann, um den unteren Teil luftdicht abzuschließen.
Nach einem Fassungsvermögen von 20 bis 30 Windeln den Windeleimer in der Mitte öffnen (siehe Bild des Windeleimers oben rechts). Die Windeln befinden sich dann im Windeleimer im unteren Bereich im Folienschlauch eingewickelt. Dieser ist noch nach oben offen und hängt an der Folienkassette. Den gefüllten unteren Teil des Folienschlauches schneidet man nun mit dem im inneren Gehäuse integrierten Messer ab und verknotet die Enden. Fertig. Einfach den gefüllten Folienschlauch aus dem unteren Teil des Windeleimers entnehmen und den Windeleimer wieder schliessen. Jetzt kann man von oben wieder neue Windeln nachfüllen. Gut.
Der Windeleimer Captiva von Angelcare ist alles in allem gut durchdacht und bietet maximalen Schutz vor den Windelgerüchen, da die Windeln im speziellen anti-geruchs-Folienschlauch gut isoliert sind. Allerdings gibt es einige Schwächen bei diesem Gerät: Denn obwohl der Eimer an sich sehr billig ist, muss man immer wieder Folienkassetten nachkaufen. Eine Folienkassette reicht bei diesem Windeleimer laut Hersteller für 150 Windeln, allerdings muss man wohl etwa mit einem Füllungsvermögen von etwa 100 Windeln rechnen - zumindest sind das die praktischen Erfahrungen mit diesem Windeleimer.
Die Gesamtkosten des Windeleimers Angelcare Captiva hängen maßgeblich von den Kosten für die Nachfüll-Kassetten für den Windeleimer ab. Hier lohnt es sich leider nicht, gleich einen größeren Vorrat anzulegen - denn die Großpackungen mit 12 oder mehr Kassetten sind insgesamt nicht billiger im Vergleich zum Kauf von 12 einzelnen Kassetten. Leider. Sehen Sie es positiv und kaufen Sie tatsächlich immer nur eine Kassette oder höchsten 3 Kassetten, denn wenn irgendwas am Eimer kaputt geht oder der Windeleimer nicht mehr benötigt wird, haben Sie nicht noch einen Jahresvorrat an Nachfüll-Kassetten im Keller.
Bei einem Fassungsvermögen von etwa 100 Windeln pro Kassette habe ich den Verbrauch von 1,5 - 2 Kassetten im Monat bei den Kostenberechnungen zugrunde gelegt. Eine Kassette für den Windeleimer Angelcare Captiva ist aktuell für etwa 7 Euro zu haben.
Der Windeleimer bietet eine sehr gute Isolierung gegen die Gerüche der Windeln. Allerdings sind die Kosten höher als bei anderen Modellen. Wer eine empfindliche Nase hat, sollte aber dennoch über einen Kauf nachdenken.